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15.01.2018 - Strafrecht News

Amerikanische Börsenaufsicht fordert 1,2 Milliarden USD gegen mutmaßliche Anlagebetrüger

Washington D.C. Die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde, U.S. Securities and Exchange Commission (SEC), hat im Dezember im Florida Anklage gegen den Inhaber verschiedener Fondsgesellschaften erhoben und einen Asset-Freeze von 1,2 Milliarden USD verhängt. Dem Mann aus Kalifornien wird vorgeworfen, etwa 8.400 Personen, überwiegend Senioren, betrogen zu haben, indem er sie zu Investments in seine unreglementierten Fonds ermutigte. Tatsächlich habe es sich indes um ein sogenanntes Ponzi-Scheme gehandelt, bei dem Anlegergelder veruntreut werden und Dividenden-zahlungen – wenn überhaupt – aus Neuanlagen getätigt werden. Einen zweistelligen Millionenbetrag der Anlagegelder soll der Fondeigentümer für eigene Zwecke verbraucht haben, indem er in Privatjets reiste, Luxusautos und Schmuck kaufte und die Mitgliedsbeiträge teuer Country Clubs zahlte, teilte die SEC mit. Der mutmaßliche Betrug flog, wie es bei Ponzi-Schemes üblich ist, auf, als die Fonds Dividendenzahlungen nicht länger durch Neuanlagen bedient werden konnten und Anfang Dezember Insolvenz anmeldeten. Der Richter gab dem Antrag der SEC auf einen Asset-Freeze in Höhe von 1,2 Milliarden USD statt.

 

Michael Simon

Rechtsanwalt

Fachanwalt für Strafrecht