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04.12.2017 - Strafrecht News

Ehemaliger Präsident des Verfassungsgerichts in Liechtenstein wegen Geldwäsche verurteilt.

Vaduz. Der ehemalige Präsident des liechtensteinischen Verfassungsgerichts wurde Mitte November in Vaduz zu sechs Jahren Haft verurteilt. Die Strafrichter des liechtensteinischen Kriminalgerichts sahen es als erwiesen an, dass der 69-jährige Rechtsanwalt, der im Nebenberuf viele Jahre lang Präsident des liechtensteinischen Staatsgerichtshofs – und damit der höchste Richter des Fürstentums – war, in seiner Rolle als Treuhänder, Stiftungsrat und Verwaltungsrat 13 Millionen Schweizer Franken veruntreut habe. Ein großer Teil des Geldes soll an eine brasilianische Ärztin geflossen sein, von der – genauso wie dem Geld – jede Spur fehlt. Zudem soll der verurteilte Richter, der Berufung gegen das Urteil eingelegt hat, schlichtweg den Überblick über das treuhänderisch verwaltete Geld verloren haben. Aufgrund weiterer offener Verfahren wird in Medien über einen Gesamtverlust in Höhe von 50 Millionen Schweizer Franken spekuliert.

 

Michael Simon

Rechtsanwalt und

Fachanwalt für Strafrecht

Fachanwalt für Steuerrecht